Senfft Alexandra2t© Judah Passow Alexandra Senfft arbeitete als Referentin zum Nahen Osten für den Bundestag, als Beobachterin für die United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in der von Israel okkupierten Westbank und als UNRWA Sprecherin im Gaza Streifen während der Ersten Intifada. Sie war auch TV-Journalistin. Ihre Veröffentlichung »Schweigen tut weh. Eine deutsche Familiengeschichte« (2007) über die NS-Vergangenheit ihrer Grosseltern wurde mit dem Deutschen Biographiepreis 2008 ausgezeichnet. 2009 portraitierte sie Palestinänser und Israelis im Dialog in »Fremder Feind, so nah« (edition Körber-Stiftung). Senfft schreibt für verschiedene Tageszeitungen , politische Zeitschriften sowie Online Publikationen, auf Deutsch sowie gelegentlich in Englisch. Sie hat Kurzgeschichten veröffentlicht und ist Mitherausgeberin eines Buches über Antisemitismus a und Islamophobie und war auch als Ghostwriter tätig.

www.alexandra-senfft.de

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 Bücher
Alexandra Senfft Der lange Schatten der Täter

DER LANGE SCHATTEN DER TÄTER
Nachkommen stellen
sich ihrer NS-Familien-geschichte


Geschichte, Biografie
Piper (Mai 2016)
336 pp

Dieses Buch macht aus der Last der Vergangenheit eine Chance für unsere Gegenwart

Das Schweigen der Täter, unbearbeitete NS-Verbrechen und Traumatisierungen durch den Zweiten Weltkrieg wirken kaum bemerkt bis heute nach. Still prägen sie als »vererbtes« Leid das Leben vieler Menschen, beschädigen Biografien und Beziehungen. Eingebettet in die aktuelle Forschung erzählt Alexandra Senffts Reise durch das Erinnern, wie das Schweigen zur Last wird. Ihr Buch stellt unbequeme Fragen gegen das Verdrängen: Weshalb wurden Täter in Opfer verkehrt, welche Rollen spielen Schuld und Scham – und gibt es so etwas wie Gerechtigkeit? Sensibel und klug zeigt dieses Buch den Nachkommen der Kriegsgeneration Wege, sich auf heilsame Weise mit ihrem Erbe auseinanderzusetzen – und macht das Erinnern zum Auftrag in der Gegenwart für die Zukunft.

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SCHWEIGEN TUT WEH
Eine deutsche Familiengeschichte


Biografie, Memoir
Claassen (2007)
352 pp

Der SA-Mann Hanns Ludin war Hitlers Gesandter in der Slowakei und in dieser Position verantwortlich für Judendeportationen. 1947 wurde er als Kriegsverbrecher hingerichtet. Über seine Rolle im Zweiten Weltkrieg streiten seine Nachkommen bis heute und fühlen sich hin- und hergerissen zwischen Schuld und Loyalität. Einfühlsam und mutig beschreibt Alexandra Senfft, wie die geliebte Großmutter die Legende vom »guten Nazi« kultiviert hat und ihre Kinder und Enkel seine wahre Rolle verdrängt haben. Im Mittelpunkt ihres Buches steht das Leben ihrer Mutter, einer außergewöhnlichen Frau des linken Hamburger Nachkriegs-Establishments, die vordergründig an Depression und Sucht zerbricht, tatsächlich aber an der Unfähigkeit, um den Vater zu trauern. Darüber hinaus erzählt die Autorin von ihrem eigenen Leben und der schwierigen Liebe zu ihrer Mutter, die sie erst nach deren qualvollem Tod wirklich verstanden hat. Für 'Schweigen tut weh' wurde Alexandra Senfft mit dem Deutschen Biographiepreis 2008 ausgezeichnet. Mehr über Alexandra Senfft erfahren Sie unter www.alexandra-senfft.de.
Alexandra Senfft Fremder Feind so nah

FREMDER FEIND, SO NAH
Begegnungen mit Palästinensern und Israelis

Mit Fotografien von Judah Passow

Rechte bei:
Ed. Körber Stiftung, Hamburg (2009)
334 pp

"Dialoge innerhalb von Familien sind bekanntlich oft die schwersten, Politik berspricht Judah deshalb lieber mit anderen Menschen wie Samir, dem Palästinenser, oder mir, der Deutschen. Die beiden Männer teilen den Traum von einem Café am Meer, von einem stillen Ort unter der Sonne, wo Individualisten sich wohl fühlen können. In diesem Café diskutieren, lachen oder schweigen sie miteinander. Besucher kommen nur gelegentlich vorbei, und die, die vorbeischauen, sind frei von stereotypem Denken; keine Salon-Zionisten oder Palästina-Nationalisten, keine radikale jüdischen Siedler oder extremistischen Hams-Anhänger."